Glosse im Guller
Was SOS Kinderdörfer weltweit so alles wissen

- hochgeladen von Anne-Marie Glaser
Schau einer an, wie großzügig die Menschen hierzulande doch sind. Falls sie 100.000 Euro zu vererben hätten, wären 46 Prozent der Deutschen sehr oder zumindest wahrscheinlich bereit, einen Teil des Geldes zu spenden. Von den Frauen sind es 52 Prozent, von den Männern 38. Am großzügigsten sind aber die Jüngeren, konkret die 18- bis 34-Jährigen. Von ihnen würden in diesem Fall 54 Prozent eine gemeinnützige Institution in ihrem Testament bedenken.
In Auftrag gegeben wurde diese bundesweite Forsa-Umfrage von SOS-Kinderdörfer weltweit. Und sie wollten es ganz genau wissen. Den Befragten wurden sogar ganz konkrete Summen entlockt. Auch hierbei zeigte sich, dass die Herren der Schöpfung mit einer theoretischen Spendenbereitschaft in Höhe von rund 10.000 Euro in finanziellen Dingen zurückhaltender sind als Frauen. Diese würden den gemeinnützigen Einrichtungen durchschnittlich 15.250 Euro gönnen. Die Gruppe der jungen Menschen gäbe sogar 17.140 Euro. Ist das nicht toll! Noch besser: 72 Prozent würden als Erben eine solche Entscheidung unterstützen. Das sind laut SOS-Kinderdörfer weltweit sage und schreibe vier Prozent mehr als noch 2024.
Hypothetische Frage
Okay, es ging nur um eine hypothetische Frage. Trotzdem habe ich mich über das Ergebnis gefreut, als es in den Nachrichten verkündet wurde. Auch wenn es mich ein wenig verblüfft, dass 72 Prozent als Erben theoretisch gönnen können. In der Praxis höre und lese ich vor allem von Leuten, die Geschwistern wegen eines verkokelten Toasters mit Klage drohen. Gut, dass SOS Kinderdörfer weltweit mir mit der Umfrage die Augen geöffnet hat. Aber warum eigentlich? Solche Studien kosten schließlich Geld. Und vergangenes Jahr wurde ebenfalls eine in Auftrag gegeben.
Wer auf der Homepage der Organisation den Beitrag liest, erfährt direkt darunter, wie man die Kinderdörfer im Testament bedenken kann. Nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch. Nachtigall, ick hör dir trapsen.
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