Landgerichtspräsidentin Gertrud Siegfried
Feier zur Amtseinführung

- Gertrud Siegfried (Mitte) mit Ministerialdirektor Elmar Steinbacher und Justizministerin Marion Gentges
- Foto: Glaser
- hochgeladen von Anne-Marie Glaser
Offenburg Tatsächlich ist Gertrud Siegfried als Nachfolgerin von Dr. Jens Martin Zeppernick bereits seit Herbst in Amt und Würden. Am Freitag fand nun aber die offizielle Feierstunde zur Amtseinführung der neuen Präsidentin des Landgerichts Offenburg statt. Eingeladen hatte als Dienstherrin Marion Gentges, baden-württembergische Ministerin der Justiz und für Migration. Und es kam das Who's who der baden-württembergischen Justiz, wie Landgerichts-Vizepräsident Dietmar Hollederer in seiner Begrüßung bemerkte.
Bankkaufrau
"Sie ist die richtige Frau am richtigen Ort", betonte Gentges bei ihrer Ansprache. Darin ging sie auch auf den beruflichen Werdegang der gebürtigen Bayerin Siegfried ein, die nach einer Ausbildung zur Bankkauffrau erst Volkswirtschaft studierte. Da sie aber die rechtlichen Fragestellungen besonders interessierten, sattelte Gertrud Siegfried sehr bald auf Jura um.
Die Ministerin ging in ihrer mitunter launigen Rede auf drei bemerkenswerte Besonderheiten der neuen Landgerichtspräsidentin ein, die zuletzt Leiterin des Personalreferats I 2 im Justizministerium war. Da sei einmal die Bereitschaft, berufsbedingt beachtliche Strecken zu pendeln und trotzdem schon morgens um 7 Uhr am Arbeitsplatz zu sein. Weiter sei sie eine absolute Allrounderin, die immer auch Zusatzaufgaben übernommen habe. Außerdem lobte Marion Gentges ihr "unermüdliches Engagement bei schier unermesslicher Belastbarkeit". Nur schweren Herzens habe sie Gertrud Siegfried bei deren Verabschiedung im Ministerium ziehen lassen. Wie sie aber abschließend betonte: "Ich weiß das Landgericht Offenburg bei Ihnen in allerbesten Händen."
Prof. Dr. Markus Klimsch, Präsident der Rechtsanwaltskammer Freiburg, bezeichnete Gertrud Siegfried als aufgeschlossene und zugewandte Gesprächspartnerin mit einem offenen Ohr für die Belange der Anwaltschaft.
Freiheitsstadt
Marco Steffens hieß die neue Landgerichtspräsidentin als Oberbürgermeister willkommen und ging in seinem Grußwort auf Offenburg als Freiheitsstadt ein. Im Salmen wurden 1847 von den Freunden der Verfassung die 13 Forderungen des Volkes formuliert, die sich heute in den Grundrechten wiederfinden. Auch Friedrich Hecker, Gustav Struve und Gustav Rée seien studierte Juristen gewesen. "Unsere Demokratie lebt vom Vertrauen in den Staat", so Steffens. Die Justiz sei das Rückgrat der Rechtsordnung und wie der OB betonte: "Als Stadt stehen wir fest an ihrer Seite."
Wie Gertrud Siegfried in ihrer Ansprache erklärte, fühlt sie sich für ihre neue Aufgabe gut gerüstet. Sie nutzte die Feierstunde, um sich bei all denjenigen zu bedanken, die ihr die Gelegenheit gaben, dieses Rüstzeug zu sammeln. Weiter bedankte sie sich für die gute Aufnahme beim Landgericht, das gut bestellt sei. Bessere Startbedingungen könne man nicht haben.
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