Alfons End im Porträt
Geschichte(n) erzählen liegt ihm im Blut

Eigentlich ist Alfons End Leiter des Schulmuseums in Zell-Weierbach, aber ab und zu springt er als Schulmeister ein. Für sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement in seinem Heimatort wurde ihm 2025 die Bürgermedaille der Stadt Offenburg verliehen.  | Foto: Foto: Michael Bode
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  • Eigentlich ist Alfons End Leiter des Schulmuseums in Zell-Weierbach, aber ab und zu springt er als Schulmeister ein. Für sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement in seinem Heimatort wurde ihm 2025 die Bürgermedaille der Stadt Offenburg verliehen.
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Offenburg Zell-Weierbach ist für Alfons End mehr als nur sein Wohnort: Er liebt den Offenburger Ortsteil und bringt sich mit vollem Herzen ein. "Die Heimat ist so schön", sagt er mit einem Schmunzeln, "da wollte ich nicht weg."

Schon als Kind von Geschichte begeistert

Schon als Kind war er von der Heimatgeschichte fasziniert. "Ich habe alte Gegenstände und Unterlagen gesammelt", verrät Alfons End. Da ist es kein Wunder, dass der 75-Jährige 2001 einer der Initiatoren und Gründer des Heimat- und Geschichtsvereins Zell-Weierbach war. Doch das ist nicht der einzige Verein, in dem End im Laufe seines Lebens Verantwortung übernahm. Sie alle aufzuzählen, ist nahezu unmöglich.
Als Jugendlicher engagierte er sich in der Katholischen Jugendgruppe (KJG) und war Mitglied im Schützenverein Zell-Weierbach. "Wir haben es sogar auf den zweiten Platz in der Landesliga damals gebracht", erinnert er sich und verrät nicht ohne Stolz: "Ich wurde 1993 Schützen-Dorfmeister."
Mitte der 1970er-Jahre, als er frisch verheiratet war, trat er der Narrenzunft als aktives Mitglied bei. "Damals gab es zwei Zünfte in Zell-Weierbach", schildert End. In der fünften Jahreszeit trieben die Esel und die Teufel ihr Unwesen im Dorf. "Als Vorstand war es mir ein wichtiges Anliegen, dass die beiden Maskengruppen sich zu einem Verein zusammenschließen", so End. Wer ihn kennt, ahnt, dass ihm die Fusion gelang. "Seit über 50 Jahren sind wir eine gemeinsame Zunft", sagt er. Über 16 Jahre war er als erster Vorstand und bis 2024 im erweiterten Vorstand tätig. Als Zeremonienmeister, Bott und Fasents-Pfarrer kann man ihn noch heute in der fünften Jahreszeit erleben.
Da Alfons End immer ein bisschen weiter denkt, gefiel ihm der Gedanke eines Zusammenschlusses der Zünfte in den Reblandgemeinden rund um Offenburg. Und tatsächlich, die Reblandzunft ist heute Realität und das jährliche Treffen zieht viele Besucher an.
Das Schulmuseum, das am heutigen Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist, liegt ihm besonders am Herzen. "Ich war 1997 eines der Gründungsmitglieder", so End. "Ursprünglich hatten wir über ein Buchmuseum nachgedacht", blickt End zurück. Doch ein Besuch in einem ähnlichen Museum am Bodensee überzeugte ihn und seine Mitstreiter, den künftige Gästen mehr zu bieten. Seit der Eröffnung 1997 gibt es dort Schulgeschichte zum Anfassen – inklusive historischer Schulstunde. Alfons End ist als Museumsleiter für die Organisation verantwortlich, schlüpft aber manchmal selbst in den Frack und Zylinder des alten Schulmeisters. "Wir suchen noch Menschen, die eine Schulstunde geben wollen. Man muss kein Lehrer sein, sondern Spaß am Theaterspielen haben", nutzt er die Chance zu etwas Werbung.

Ein kleines Museumseck wächst heran

Im Augenblick wird das ehemalige Tagelöhnerhaus beim Rathaus vom Heimat- und Geschichtsverein umgebaut. "Dort soll ein kleines landwirtschaftliches Museum entstehen. Die Eröffnung soll zum Sommer sein", verrät er und freut sich, dass dann rund um das Rathaus ein kleines "Museumseck" entstanden sein wird.
Der einzige Verein, für den er sich engagiert, der aber nicht in seinem Heimatort agiert, ist der Motorsportclub Berghaupten. Der gelernte KFZ-Meister, der jahrelang ein Autohaus führte, das er an seinen Sohn übergab, begeisterte sich bereits als junger Mann für den Motorsport. "Ich war als Techniker mit auf Rallyes", erzählt der Unermüdliche.

Eigentlich ist Alfons End Leiter des Schulmuseums in Zell-Weierbach, aber ab und zu springt er als Schulmeister ein. Für sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement in seinem Heimatort wurde ihm 2025 die Bürgermedaille der Stadt Offenburg verliehen.  | Foto: Foto: Michael Bode
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