Immunisierung gegen Corona
Planungen laufen auf Hochtouren

Nach den zentralen Corona-Teststationen soll es künftige auch Impfzentren geben – vorerst zwei pro Regierungsbezirk. | Foto: Archivfoto: LRA
  • Nach den zentralen Corona-Teststationen soll es künftige auch Impfzentren geben – vorerst zwei pro Regierungsbezirk.
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Ortenau (ds). Noch ist der Corona-Impfstoff nicht zugelassen, die Vorbereitungen für Impfungen jedoch laufen im Ministerium für Soziales und Integration in Stuttgart bereits auf Hochtouren, um möglichst aus dem Stand heraus beginnen zu können, sobald der Impfstoff zur Verfügung steht.

"Das Land bereitet zurzeit die notwendige Infrastruktur vor. Dabei geht es etwa um Lagermöglichkeiten des Impfstoffes, welche Zentren in Frage kommen oder wie viele Patienten in einer ersten Tranche geimpft werden. Hierzu sind wir im engen Austausch mit der Ärzteschaft und den Kommunen", erläutert Pascal Murmann, stellvertretender Pressesprecher. Auch eine "Task Force Impfung" wurde im Ministerium für Soziales und Integration eingerichtet: "Sie verbindet die beiden Bereiche im Haus, die mit der Ausarbeitung und Durchführung der Impfstrategie befasst sind. Hier geht es sowohl um das Medizinkonzept und die gesundheitsfachlichen Inhalte und den Bereich, der sich um die Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung, Impfbesteck und -zubehör sowie die Logistik und die Lagerung des Impfstoffs kümmert", so Murmann weiter.

Zwei Impfzentren pro Regierungsbezirk

Da eine Verimpfung, so der Fachausdruck, in den Arztpraxen noch nicht umsetzbar ist, wird es in einem ersten Schritt einzelne Impfzentren, zwei pro Regierungsbezirk, geben. "Die exakten Standorte sind noch in der Klärung zwischen allen Beteiligten", so der Sprecher des Ministeriums. In einem zweiten Schritt sollen die Standorte auf sämtliche Stadt- und Landkreise ausgeweitet werden, mittelfristig soll eine Impfung dann auch in den Arztpraxen möglich sein. "Parallel dazu wird es von Anfang an mobile Impfteams, die sogenannten aufsuchenden Angebote geben, beispielsweise für Heime, Krankenhäuser oder ambulante Pflege. Ein Teil der besonders gefährdeten Gruppen wird vor allem auf diese aufsuchende Angebote zur Impfung angewiesen sein", betont Pascal Murmann. "Daher stellen unsere mobilen Impfteams eine wichtige Ergänzung zu den geplanten Zentren dar", ergänzt er. Zudem werde derzeit ein Konzept zur Verimpfung in größeren Kliniken erarbeitet.

Impfstoff knappes Gut

Der Sprecher des baden-württembergischen Sozialministeriums weist darauf hin, dass man grundsätzlich die Einschätzung der Stiko, der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut, nach der Priorisierung des Impfstoffes teile. "Klar ist: Da der Impfstoff vor allem am Anfang ein sehr knappes Gut sein wird, werden nicht alle impfwilligen Bürger sofort berücksichtigt werden können. Vorrang haben unter anderen sehr alte Menschen, chronisch Kranke beziehungsweise medizinisches und pflegerisches Personal. Und klar ist auch: Es wird keine Impfpflicht geben."

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