Städtetag fordert bedarfsgerechte Lösung
Schließung der Notfallpraxen

Die kommunalen Vertreter der Städtegruppe B des Städtetags Baden-Württemberg | Foto: Michaela Grimm/Städtetag Baden-Württemberg
  • Die kommunalen Vertreter der Städtegruppe B des Städtetags Baden-Württemberg
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Achern (st) Der Ärztliche Bereitschaftsdienst soll reformiert werden, Teil dieser Pläne ist die Schließung von 18 Bereitschaftspraxen. Seit im Oktober diese Absicht der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) bekannt wurde, gärt es nicht nur in den direkt betroffenen Kommunen. Die Kommunalpolitiker befürchten eine Umverteilung der Patientenströme in die Notaufnahmen der Kliniken und in die ohnehin überlasteten Hausarztpraxen. Diese Sorgen und ihren Unmut über fehlende Kommunikation im Vorfeld gaben die kommunalpolitischen Vertretungen der mittleren Städte jetzt an Dr. Doris Reinhardt weiter, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVBW, die zu einer Sitzung der Städte mit mehr als 15.000 Einwohnern, der sogenannten B-Gruppe im Städtetag, nach Bruchsal gekommen waren, schreibt die Stadtverwaltung Achern in einer Pressemitteilung.

Bürgermeister Andreas Kollefrath sowie die weiteren Teilnehmer haben einstimmig beschlossen, dass der Städtetag Baden-Württemberg die KVBW und Landesgesundheitsminister Manne Lucha auffordert, gemeinsam mit den Kommunen und weiteren relevanten Akteuren an einer bedarfsgerechten und flächendeckenden Notfallversorgung zu arbeiten.

Reformen notwendig

Die Mitglieder der Städtegruppe waren sich in der Analyse des aktuellen Zustands mit der KVBW einig: Die medizinische Notfallversorgung und die Gesundheitsversorgung im Allgemeinen stehen vielerorts unter Druck, grundlegende Reformen sind notwendig. Die Kriterien für die Auswahl der Standorte, die geschlossen werden sollen, sind aber nach wie vor nicht klar. Auf eine frühzeitige Information oder weitergehende Beteiligung der Kommunalvertreter hatten die Verantwortlichen der KVBW verzichtet. Die unterschiedlichen Reformen in der Gesundheitsversorgung müssen aus Sicht der Städte in Baden-Württemberg zusammengedacht und zusammengemacht werden. Nur wenn sie verbunden werden und digitale, ambulante und stationäre Angebote ebenso, lässt sich ein nachhaltig gesichertes Gesundheitssystem im Land gestalten – und nur wenn dabei alle Betroffenen beteiligt werden, kann eine breit getragene Lösung erreicht werden.

Anfang November haben die Städte Achern und Wolfach bereits gemeinsam mit dem Ortenaukreis an die Entscheidungsträger appelliert, die geplante Schließung der beiden Notfallpraxen zu überdenken. Der Ortenaukreis ist der flächenmäßig größte Landkreis Baden-Württembergs - eine Reduktion auf zwei Notfallpraxen ist nicht nachvollziehbar. Gleichzeitig warten der Landkreis und die betroffenen Städte weiterhin auf einen Dialogtermin mit den Verantwortlichen der Kassenärztlichen Vereinigung.

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