Übung im Europa-Park
Tierische Lebensretter im Trainingscamp

Die Rettungshundestaffeln freuten sich über einen gelungenen Trainingstag im Europa-Park. | Foto: Europa-Park
  • Die Rettungshundestaffeln freuten sich über einen gelungenen Trainingstag im Europa-Park.
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Rust (st) Am vergangenen Samstag, 4. Februar, nutzten rund 120 Rettungshunde sowie deren Hundeführer Deutschlands größten Freizeitpark für einen ganz besonderen Einsatz: Die Rettungshundestaffeln der DRK-Kreisverbände Ortenau, Emmendingen und Tuttlingen sowie die der Johanniter aus Baden-Karlsruhe und die Staffeln des BRH Breisgau-Ortenau, Rastatt-Mittelbaden und Ludwigshafen-Mannheim absolvierten in den 15 europäischen Themenbereichen einen erfolgreichen Übungstag. Mit vielen verwinkelten, außergewöhnlichen Orten, Gerüchen und sehr viel (gewollter) Ablenkung ist der Europa-Park laut Staffelleitungen für die Hunde ein perfekter Ort, um sie auf einen möglichen Einsatz im Ernstfall vorzubereiten.

Mantrailing

 
Trainiert wurden vor allem das Mantrailing, das die Suche an der Leine nach einem Menschen anhand seines Individual-Geruchs beschreibt und die Flächen- und Gebäudesuche, bei der vermisste Personen ohne Geruchsprobe aufgespürt werden. Besonders gefordert waren die Retter auf vier Pfoten im Themenbereich „Irland – Welt der Kinder“. In der 600 Quadratmeter großen Indoor-Spielewelt „Limerick Castle“, die über drei Ebenen Labyrinthe, Rutschen und Kletterbereiche bietet, galt es, kniffeligen Verstecken mit darin verborgenen Personen auf die Spur zu kommen. Doch auch in den dunklen Ecken der Gebäude auf dem Traumatica Gelände oder in den Anstehbereichen einiger weiterer Attraktionen warteten außergewöhnliche Wegführungen und Schlupflöcher auf die Hunde. „Das einzigartige Gelände ist für das Training sehr herausfordernd und damit auch äußerst wertvoll für die Arbeit mit den Hunden. Wir möchten uns ganz herzlich beim Europa-Park im Namen aller Teilnehmenden bedanken, dass wir die Möglichkeit haben, hier üben zu dürfen“, so Susann Kraft, Staffelleitung der Johanniter aus Baden-Karlsruhe. Im Einzugsgebiet Karlsruhe wurden die Rettungshunde alleine im vergangenen Jahr zu 52 Einsätzen gerufen.

24-Stunden-Einsatzbereitschaft

Die Mitglieder der Rettungshundestaffeln engagieren sich komplett ehrenamtlich und wenden jedes Jahr über 800 Stunden für Trainings und Einsätze auf. Die Einsatz-Bereitschaft der Rettungshundestaffeln gilt rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Sie werden als wichtiges Element des Rettungseinsatzes zum Beispiel bei Verschüttungen durch Gasexplosionen eingesetzt oder unterstützen bei der Suche nach vermissten Personen in der Fläche oder im Wald. Die Einsätze der Rettungshundeteams sind für Alarmierende und Betroffene kostenfrei.

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