Einweihung der neuen Ortsmitte
Georg-Krämer-Platz wird eröffnet
Kehl (st) Marlen hat eine neue Ortsmitte. In Würdigung des bedeutenden Sohnes der Dreiergemeinde Goldscheuer, Marlen und Kittersburg, trägt der etwa 3.000 Quadratmeter große Platz den Namen von Georg Krämer. Offiziell eröffnet wird der Platz mit Spielskulptur und Geschichtsstelen am Samstag, 4. Mai, um 10 Uhr.
2015 wurde die ehemalige B36 zur Ortsdurchfahrt umgebaut und saniert – im Anschluss daran sollte eigentlich die Ortsmitte gestaltet werden. Doch das Verfahren zog sich in die Länge und es dauerte bis zum Januar 2021, bis die Zuschusszusage aus Stuttgart eintraf: 250.000 Euro steuert das Land aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum zu den Platzkosten von rund 920.000 Euro bei.
Zwei Bereiche
Die neue Ortsmitte teilt sich im Wesentlichen in zwei Bereiche: Der südliche Teil wird von der Spielskulptur „Nachen im Nebel“ geprägt; sie stellt einen auf einem Treibholzhaufen gestrandeten Nachen (ein Boot) dar. Damit wird die abenteuerliche Flucht der Akteure der Badischen Revolution thematisiert, die sich ihren Verfolgern bei Nacht und Nebel durch eine Fahrt über den Rhein zu entziehen versuchten. Damit ist der Bezug zum zweiten Teil der neuen Ortsmitte hergestellt: An Stelen der Geschichte können sich Besucherinnen und Besucher über die bewegte Vergangenheit der Ortschaft informieren.
Die Einweihung des Platzes eröffnet der Goldscheurer Ortsvorsteher Richard Schüler, dann spricht der Erste Beigeordnete der Stadt Kehl, Thomas Wuttke, bevor Reinhold Schäfer die Entstehung der Stelen der Geschichte darstellt und Hans Roser über Georg Krämer und seine Zeit berichtet. Musikalisch umrahmt wird das Ereignis von der Trachtenkapelle Marlen und der Hecker-Gruppe Offenburg.
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